
Dass wir unsere Filmauswahl für eine neue Podcast-Folge oftmals aus dem Bauch heraus entscheiden ist nichts Neues. Diesmal war die Willkür aber besonders frappierend. Beide Filme behandeln ganz zufällig ein gesellschaftliches Problem in Japan, was uns zumindest bei einem der Filme nicht bewusst war.
In Daisuke Miyazakis "Videophobia" wird es düster und kryptisch. Irgendwer hat es auf die junge Schauspielerin Ai abgesehen und verbreitet Sex-Tapes im Internet. Um ihren Ruf und die Karriere zu retten versucht sie den Übeltäter ausfindig zu machen. Doch ähnlich wie in Lynchs "Lost Highway" ist nicht ganz klar wer hier hinter der Kamera steht.
Es wird nostalgisch mit Isao Yukisadas "Go". Selbst wenn man den Film (wie ich) zuvor noch nie gesehen hat, fühlt man sich sofort an die ersten Gehversuche mit japanischem Kino erinnert. Denn für viele die auch heute noch japanische Filme lieben waren die frühen 2000er prägend durch Titel wie "Suicide Circle" oder "Battle Royal". Auf Bild- und Tonebene strotzt Go nur so von derselben Millenium-Ästhetik. Im Film folgen wir Sugihara, der aufgrund seiner koreanisch-stämmigen Eltern unter dem Stigma der sogenannten Zainichi leidet (Ausländer die in "Japan verweilen"). Die Eröffnungs-Szene zeigt ihn wie er bei einem Basketballspiel ausrastet. Von da an wird der Film in Rückblenden erzählt in denen es vor allem um seine Kindheit um seine persönliche Liebesgeschichte geht.
Unsere Filmempfehlungen:
- Gamaland (2026)
- The Chronology Of Water (2025)
- Hello My Friend (2026)
- The Love That Remains (2025)
- Kamome Diner (2006)
- Body Heat (1981)
Ab 1:16:00 geht es mit dem Hauptprogramm weiter.



